Einstieg
Warum wird das Unternehmen vorgestellt und was sollen die Zuhörenden anschließend wissen?
LF1 · Planen, erstellen und präsentieren
Vom Präsentationsziel über die Inhaltsauswahl bis zum eigenen Storyboard.
Lernfeld 1 · Das Unternehmen und die eigene Rolle im Betrieb beschreiben
Curriculum-Faden
Handlungsphase: Planen, erstellen und präsentieren
Eine adressatengerechte multimediale Unternehmensdarstellung planen, gegebenenfalls im Team abstimmen, ausarbeiten und tatsächlich präsentieren.
Unternehmensziele, Markt, Wertschöpfung, Organisation, eigene Rolle und Kompetenzentwicklung aus LF1.1 bis LF1.6.
LF1.8 prüft die Qualität des Ergebnisses und leitet Verbesserungen ab.
Keine Übernahme fremder Präsentationen oder Designvorlagen; Schwerpunkt ist die adressatengerechte berufliche Kommunikation.
Curriculumquelle: KMK-Rahmenlehrplan Fachinformatiker, Lernfeld 1
Bei der fiktiven Nordstern IT-Service GmbH findet ein Einführungstag für neue Auszubildende statt.
Sie sollen das Unternehmen in einer kurzen Präsentation vorstellen.
Dafür stehen Ihnen nur fünf bis sieben Minuten zur Verfügung. Sie müssen deshalb entscheiden, welche Informationen für die neue Zielgruppe wirklich wichtig sind und wie diese verständlich dargestellt werden können.
Lernfeld 1 sieht vor, dass Unternehmensdarstellungen geplant und erstellt werden und dabei die jeweilige Zielgruppe berücksichtigt wird.
Die bisherigen Module liefern dafür bereits wesentliche Inhalte:
Bevor Inhalte ausgewählt werden, sollte geklärt sein, für wen die Präsentation bestimmt ist.
Für neue Auszubildende könnten beispielsweise folgende Fragen besonders wichtig sein:
Eine Geschäftsführung, ein Kunde oder ein neuer Kollege könnte dagegen andere Informationen benötigen.
Ein Präsentationsziel beschreibt, was die Zuhörenden nach der Präsentation verstanden haben sollen.
Diese Reihenfolge ist ein eigenständig entwickeltes SemaTrain-Beispiel. Je nach Unternehmen, Zielgruppe und Präsentationsziel kann eine andere Struktur sinnvoller sein.
Eine verständliche Kurzpräsentation kann beispielsweise in drei Phasen gegliedert werden:
Warum wird das Unternehmen vorgestellt und was sollen die Zuhörenden anschließend wissen?
Die ausgewählten Inhalte werden in einer nachvollziehbaren Reihenfolge erklärt und miteinander verbunden.
Die wichtigsten Aussagen werden zusammengeführt und gegebenenfalls ein Ausblick gegeben.
Bei fünf bis sieben Minuten Präsentationszeit ist eine konsequente Auswahl notwendig.
Eine mögliche Planung wäre beispielsweise:
Diese Werte sind keine verbindliche Regel. Entscheidend ist, dass das Präsentationsziel innerhalb der verfügbaren Zeit verständlich erreicht werden kann.
Eine multimediale Darstellung ist nicht automatisch besser, nur weil sie besonders viele Medien enthält.
Ein Medium sollte eine konkrete Funktion erfüllen, beispielsweise:
Für eine eigene Präsentation sollten nach Möglichkeit selbst erstellte Darstellungen oder Materialien verwendet werden, deren Nutzung eindeutig geklärt ist.
Bei fremdem Material müssen die konkrete Nutzungsgrundlage und gegebenenfalls erforderliche Quellen- oder Lizenzangaben geprüft werden.
Für die SemaTrain-Lerninhalte selbst gilt deshalb: fremde Schulungsfolien, fremde Grafiken und nicht geklärte Bilder werden nicht als Contentvorlage übernommen.
„Je mehr Text auf den Folien steht, desto vollständiger ist meine Präsentation.“
Zu viel Information kann die zentrale Aussage verdecken. Folien sollen die Präsentation unterstützen und nicht ein vollständiges Manuskript ersetzen.
Sie haben Material für ungefähr 20 Minuten gesammelt, dürfen aber höchstens sieben Minuten präsentieren.
Ihre Zielgruppe sind neue Auszubildende.
Ihre Aufgabe: Wählen Sie fünf Kerninformationen aus, die Sie unbedingt behalten würden, und begründen Sie kurz Ihre Auswahl.
Bevor einzelne Folien gestaltet werden, kann ein einfaches Storyboard helfen.
Für jeden Abschnitt können Sie notieren:
Eine Unternehmensdarstellung kann gemeinsam vorbereitet werden. Dabei reicht es nicht, einzelne Folien unabhängig voneinander zu erstellen. Das Team muss sich auf Zielgruppe, Kernaussagen, Reihenfolge und Übergänge verständigen.
Eine einfache Aufgabenverteilung könnte zum Beispiel so aussehen:
Planung und Foliengestaltung ersetzen die eigentliche Präsentation nicht.
Führen Sie Ihren Entwurf deshalb mindestens einmal laut als vollständige fünf- bis siebenminütige Probepräsentation durch.
Selbsttraining – keine Abgabe erforderlich.
Sie können allein, vor einem Lernpartner oder in einer
Lerngruppe präsentieren. Eine Aufnahme oder Übermittlung
an SemaTrain ist nicht erforderlich.
Achten Sie bei der Probe besonders darauf:
TRANSFER
Die gleiche Unternehmenspräsentation soll später nicht mehr neuen Auszubildenden, sondern einem potenziellen Geschäftskunden gezeigt werden.
Welche Inhalte würden Sie anders gewichten oder weglassen – und welche Informationen würden dafür wichtiger?
Prüfen Sie, ob Sie Inhalte auswählen, eine Präsentation adressatengerecht strukturieren und geeignete Medien einsetzen können.
Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten dieses Selbsttests wurden für SemaTrain eigenständig entwickelt.
PRAXISAUFGABE
Selbsttraining – keine Abgabe erforderlich.
Bearbeiten Sie diese Aufgabe für Ihre eigene Lernkontrolle.
Ihre Präsentation, Folien oder sonstigen Dateien werden
von SemaTrain derzeit weder hochgeladen noch an einen
Trainer übermittelt.
Planen Sie eine fünf- bis siebenminütige Unternehmenspräsentation für neue Auszubildende.
Erstellen Sie zunächst nur ein Storyboard mit:
Prüfen Sie anschließend, ob jeder Abschnitt tatsächlich zum Präsentationsziel beiträgt.
REFLEXION
Können Sie jetzt erklären:
Curriculum-Grundlage:
KMK-Rahmenlehrplan für Fachinformatikerinnen und
Fachinformatiker, Lernfeld 1.
Lernfeld 1 sieht die Planung und Erstellung adressatengerechter multimedialer Darstellungen zum Unternehmen vor.
Einordnung:
Die dargestellte Präsentationsstruktur, das Storyboard,
sämtliche Beispiele, Praxisfälle, Übungen, MC-Fragen,
Antwortoptionen und Lösungen wurden eigenständig für
SemaTrain entwickelt.
Für die fachlichen Kerninhalte dieser Lektion ist keine spezielle Rechtsnorm erforderlich.