Bundesrechtlich festgelegt
Fallbezug, Einbeziehung aller vier Handlungsfelder und eine Soll-Dauer von drei Stunden ergeben sich unmittelbar aus § 4 Abs. 2 AEVO.
Schriftliche AEVO-Prüfung
Im schriftlichen Teil der AEVO-Prüfung werden fallbezogene Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern bearbeitet. Wer den Aufbau versteht, trennt die gesetzlichen Vorgaben von der konkreten Durchführung der zuständigen Stelle und kann seine Bearbeitung gezielt vorbereiten.
§ 4 Abs. 2 AEVO verlangt im schriftlichen Prüfungsteil fallbezogene Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern. Dieser Teil soll drei Stunden dauern. Bei der redaktionellen Prüfung der Quellen am 11.10.2026 beschrieben mehrere offizielle IHK-Seiten eine aktuelle Praxis mit 180 Minuten und 80 Aufgaben beziehungsweise Fragen.
Die Zahl 80 und ein ausschließliches Multiple-Choice-Format stehen jedoch nicht in der AEVO. Solche Details der Durchführung können sich ändern. Maßgeblich sind deshalb immer die aktuell geltenden Hinweise der eigenen zuständigen Kammer oder einer anderen zuständigen Stelle.
Rechtsgrundlage
Die Ausbilder-Eignungsverordnung trennt die Prüfung in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Nach § 4 Abs. 2 AEVO sind im schriftlichen Teil fallbezogene Aufgaben aus allen Handlungsfeldern zu bearbeiten. Die schriftliche Prüfung soll drei Stunden dauern.
Für das Bestehen ist außerdem die Regel aus § 4 Abs. 1 AEVO wichtig: Der schriftliche und der praktische Prüfungsteil müssen jeweils mindestens mit „ausreichend“ bewertet sein. Einen Überblick über beide Teile bietet der Beitrag zum Ablauf der AEVO-Prüfung.
Fallbezug, Einbeziehung aller vier Handlungsfelder und eine Soll-Dauer von drei Stunden ergeben sich unmittelbar aus § 4 Abs. 2 AEVO.
Aufgabenanzahl, technische Prüfungsumgebung und eingesetzte Aufgabenformate sind in § 4 AEVO nicht abschließend festgelegt. Hier zählen die aktuellen Prüfungshinweise der zuständigen Stelle.
Dokumentierte Kammerpraxis
Die folgenden Angaben geben den Stand der verlinkten offiziellen Seiten wieder, wie er am 11.10.2026 geprüft wurde. Sie sind Beispiele aktueller Kammerpraxis und keine zusätzlichen gesetzlichen Vorgaben.
IHK Erfurt
Die IHK Erfurt beschreibt 80 Multiple-Choice-Aufgaben in 180 Minuten. Grundlage sind typische Situationen aus der Ausbildungspraxis; alle vier Handlungsfelder sind relevant.
IHK Schwaben
Die IHK Schwaben nennt fallbezogene Multiple-Choice-Aufgaben aus allen vier Handlungsfeldern. Sind mehrere Antworten richtig, wird deren erforderliche Anzahl angezeigt; die Seite beschreibt dafür eine Alles-oder-nichts-Bewertung.
IHK Osnabrück
Die IHK Osnabrück beschreibt die Prüfung grundsätzlich als Tabletprüfung. Genannt werden Multiple-Choice-Aufgaben mit bis zu fünf Alternativen sowie der Aufgabentyp „Lückentext-Dropdown“; auch hier wird eine Alles-oder-nichts-Bewertung beschrieben.
Die Kammerangaben können sich nach diesem Prüfdatum ändern. Diese Seite wird nicht automatisch aktualisiert und garantiert weder bundesweit 80 Aufgaben noch ein identisches technisches Format. Verbindlich für die eigene Prüfung sind die aktuell geltenden Vorgaben und Hinweise der zuständigen Kammer oder einer anderen zuständigen Stelle.
80 Aufgaben
§ 4 Abs. 2 AEVO nennt den Fallbezug, alle Handlungsfelder und die dreistündige Soll-Dauer. Eine feste Zahl von 80 Aufgaben enthält die Vorschrift nicht. Die am 11.10.2026 bei Erfurt, Schwaben und Osnabrück veröffentlichten 80 Aufgaben beziehungsweise Fragen beschreiben die dort dokumentierte gegenwärtige Umsetzung.
Das ist mehr als eine sprachliche Feinheit: Eine gesetzliche Vorgabe ließe sich nur durch eine Änderung der Rechtsgrundlage verändern. Eine veröffentlichte organisatorische oder technische Umsetzung kann die zuständige Stelle dagegen anpassen. Für die Vorbereitung ist 80 daher eine aktuell belegte Orientierungsgröße dieser Quellen, aber keine unveränderliche nationale Konstante.
Anwendung statt Stichwortsuche
Fallbezogen bedeutet, dass Wissen auf eine beschriebene Situation der Ausbildung angewendet wird. Entscheidend ist nicht nur, eine Regel oder einen Fachbegriff wiederzuerkennen. Die Situation muss verstanden, das eigentliche Ausbildungsproblem bestimmt und eine fachlich begründete Entscheidung getroffen werden.
Ein Ausbildungsbetrieb stellt fest, dass eine Auszubildende ein vereinbartes Lernziel wiederholt nicht erreicht. Eine fallbezogene Bearbeitung würde zuerst klären, welches Lernziel betroffen ist, welche Ursachen erkennbar sind und welche pädagogisch sowie rechtlich angemessene Reaktion zur Situation passt. Dabei können Planung, Durchführung und Kontrolle der Ausbildung zusammenwirken.
Dieses Beispiel erklärt lediglich das Denkprinzip. Es ist keine echte, frühere oder nachgebildete IHK-Prüfungsaufgabe.
Die Prüfungsleistung liegt damit in der Verbindung von Grundlagenwissen und Situationsbeurteilung. Plausibel klingende Aussagen sind nicht automatisch richtig; maßgeblich sind der genaue Fall, die einschlägigen Regeln und das jeweils verfolgte Ausbildungsziel.
Prüfungsstoff
§ 4 Abs. 2 AEVO spricht ausdrücklich von Aufgaben aus allen Handlungsfeldern. Eine schriftliche Aufgabe kann deshalb Wissen aus mehreren Phasen der Ausbildung verbinden.
Zum Beispiel Nutzen der Ausbildung, betriebliche Eignung, Berufsbildungssystem und Ausbildungsbedarf einordnen.
Zum Beispiel betriebliche Ausbildungsplanung, Beteiligte, Auswahl und Berufsausbildungsvertrag berücksichtigen.
Zum Beispiel Lernziele, Methoden, Motivation, Lernkontrolle, Förderung und Umgang mit Schwierigkeiten abwägen.
Zum Beispiel auf die Abschlussprüfung vorbereiten, Zeugnisse einordnen und Perspektiven nach der Ausbildung betrachten.
Der Überblick zu den vier Handlungsfeldern der AEVO zeigt, wie Planung, Vorbereitung, Durchführung und Abschluss systematisch zusammenhängen.
Aufgabenformate
Die AEVO schreibt kein ausschließliches Multiple-Choice-Format vor. Sie verlangt fallbezogene Aufgaben, legt aber in § 4 Abs. 2 weder eine einzige technische Darstellungsform noch eine konkrete Benutzeroberfläche fest.
Multiple Choice ist in den am 11.10.2026 geprüften Hinweisen der IHK Erfurt, IHK Schwaben und IHK Osnabrück dokumentiert. Die IHK Osnabrück nennt zusätzlich den Aufgabentyp „Lückentext-Dropdown“. Diese Angabe zu einer Kammer darf nicht auf alle zuständigen Stellen übertragen werden.
Auch Bewertungs- und Bedienhinweise sollten genau gelesen werden. Schwaben und Osnabrück beschreiben für ihre veröffentlichten Formate eine Alles-oder-nichts-Bewertung. Ob, wie und mit welcher Technik dies in der eigenen Prüfung umgesetzt wird, ist anhand der aktuellen örtlichen Hinweise zu prüfen.
Bearbeitungsstrategie
Die Strategie bleibt bewusst allgemein. Ob Aufgaben markiert, übersprungen oder später geändert werden können, hängt vom eingesetzten Prüfungssystem ab. Die Einweisung und die aktuellen Hinweise der zuständigen Stelle haben Vorrang.
Vorbereitung
Eine belastbare Vorbereitung beginnt mit dem systematischen Verständnis aller vier Handlungsfelder. Danach sollte das Wissen auf neue Ausbildungssituationen angewendet werden. Erst im nächsten Schritt helfen gemischte Aufgabenfolgen und zeitlich begrenzte Simulationen dabei, Themenwechsel und Zeiteinteilung zu trainieren.
Die kostenlosen Lernpfade führen durch Planung, Vorbereitung, Durchführung und Abschluss der Ausbildung.
Ein Lernplan verbindet Fachwissen, Fallbezug, Wiederholung und die gezielte Arbeit an noch unsicheren Themen.
Übungsaufgaben sind besonders nützlich, wenn nicht nur Treffer gezählt, sondern Fehlerursachen ausgewertet werden.
Typische Irrtümer
Nein. § 4 Abs. 2 AEVO nennt keine feste Aufgabenanzahl. Die Zahl 80 stammt aus der am 11.10.2026 dokumentierten Praxis der hier ausgewerteten IHK-Seiten.
Nein. Grundlagenwissen ist notwendig, muss bei fallbezogenen Aufgaben aber auf Ausbildungssituationen und konkrete Entscheidungen angewendet werden.
Nein. Das Gesetz bezieht alle vier Handlungsfelder ein. Aufgaben können darüber hinaus mehrere Phasen der Ausbildung in einer Situation verbinden.
Das folgt nicht aus der AEVO. Veröffentlichte Formate und Systeme sind konkrete Umsetzungen. Maßgeblich ist die aktuelle Information der eigenen zuständigen Stelle.
FAQ
Nach § 4 Abs. 2 AEVO soll sie drei Stunden dauern. Die am 11.10.2026 geprüften Seiten der IHK Erfurt, IHK Schwaben und IHK Osnabrück nennen jeweils 180 Minuten.
Die drei hier ausgewerteten offiziellen IHK-Seiten beschrieben am 11.10.2026 80 Aufgaben beziehungsweise Fragen. Die AEVO selbst schreibt diese Zahl nicht vor. Weil Details der Kammerpraxis sich ändern können, ist die aktuelle Information der zuständigen Stelle entscheidend.
§ 4 Abs. 2 AEVO bezieht alle vier Handlungsfelder ein: Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen, Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung mitwirken, Ausbildung durchführen sowie Ausbildung abschließen.
Das lässt sich aus der AEVO nicht ableiten. Die IHK Osnabrück beschreibt ihre schriftliche Prüfung grundsätzlich als Tabletprüfung. Diese technische Umsetzung ist nicht automatisch auf jede andere zuständige Stelle übertragbar.
Sie helfen beim Transfer, wenn zuerst die fachlichen Grundlagen verstanden werden und anschließend nicht nur Lösungen, sondern auch Fehlerursachen ausgewertet werden. Bloßes Wiedererkennen einzelner Formulierungen bereitet nicht zuverlässig auf neue Fälle vor.
Die rechtlichen Aussagen beruhen auf § 4 der Ausbilder-Eignungsverordnung. Die Angaben zu 180 Minuten, 80 Aufgaben beziehungsweise Fragen und den beschriebenen Aufgabenformaten beruhen auf den oben verlinkten offiziellen Seiten der IHK Erfurt, IHK Schwaben und IHK Osnabrück. Alle vier Quellen wurden für diesen Beitrag am 11.10.2026 geprüft.
Der Beitrag wird nicht automatisch live aktualisiert. Kammerbezogene Details können sich ändern; maßgeblich bleiben die aktuell geltenden Informationen der für die eigene Prüfung zuständigen Kammer oder einer anderen zuständigen Stelle. Kammerpraxis wird hier nicht als unveränderliche bundesweite Rechtslage dargestellt.
Erklärung, Gliederung und allgemeines Fallbeispiel wurden für SemaTrain eigenständig erstellt. Es wurden keine alten oder geleakten Prüfungen, fremden Fragenbanken oder angeblich echten IHK-Aufgaben als Vorlage verwendet. Der Beitrag reproduziert keine offiziellen Prüfungsaufgaben.