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SemaTrain Fachinformatiker LF1–LF3 verfügbar

LF3 · Analysieren

LF3.3 – Netzwerkkomponenten, Medien und Topologien einordnen

Switch, Router, Access Point und passive Infrastruktur funktional unterscheiden, Übertragungsmedien vergleichen und grundlegende Netzstrukturen erkennen.

Lernfeld 3 · Clients in Netzwerke einbinden

Curriculum-Faden

Diese Teilkompetenz bauen Sie hier auf

Handlungsphase: Analysieren

Client-relevante Netzwerkkomponenten, kabelgebundene und drahtlose Übertragungsmedien sowie grundlegende Topologien nach Funktion und Eigenschaften unterscheiden.

Baut auf

LF3.2 hat die vorhandene Infrastruktur als Ist-Zustand erfasst.

Bereitet vor

LF3.4 nutzt technische Dokumente und Standards, um Eigenschaften belastbar zu bestimmen.

Bewusste Abgrenzung dieser Lektion

Keine herstellerspezifische Geräteadministration und keine Konfigurationsbefehle.

Curriculumquelle: KMK-Rahmenlehrplan Fachinformatiker, Lernfeld 3

Berufliche Ausgangssituation

Aus LF3.2 liegt für das fiktive K-27 Medienbüro eine strukturierte Bestandsaufnahme vor.

Darin wurden unter anderem Anschlussmöglichkeiten, mehrere beschriftete Netzwerkgeräte, ein Technikbereich und vorhandene Dokumentationen erfasst.

Die nächste Frage lautet nun:

Welche Funktion haben diese Elemente eigentlich im Netzwerk – und wie hängen Komponenten, Übertragungsmedien und Netzstruktur zusammen?

Noch wird nichts konfiguriert. Zunächst wird der Bestand fachlich eingeordnet.

Was verlangt das Lernfeld?

Lernfeld 3 verlangt, sich über Strukturen und Komponenten des Netzwerkes zu informieren und deren Eigenschaften und Standards zu erfassen.

SemaTrain baut diese Kompetenz in drei Schritten auf:

LF3.2: Welche Elemente sind im Ist-Zustand vorhanden?

LF3.3: Welche grundlegende Funktion haben Komponenten, Medien und Strukturen?

LF3.4: Welche konkreten Eigenschaften und Standards lassen sich anhand technischer Dokumente bestimmen?

Dadurch werden reine Gerätenamen nicht mit fachlichem Verständnis verwechselt.

Drei Ebenen auseinanderhalten

Bei einer Netzwerkinfrastruktur sollten drei Fragen getrennt betrachtet werden:

Komponente

Welches Gerät oder passive Element übernimmt welche Aufgabe?

Medium

Über welchen physikalischen beziehungsweise funktechnischen Weg werden Informationen übertragen?

Topologie

Wie sind Teilnehmer und Infrastruktur grundsätzlich miteinander verbunden beziehungsweise angeordnet?

Merksatz: Switch, Kupferleitung und Sternstruktur beschreiben drei unterschiedliche Ebenen desselben Netzwerks.

Aktive und passive Komponenten unterscheiden

Aktive Netzwerkkomponenten

Sie übernehmen eine technische Kommunikations-, Weiterleitungs- oder Zugangsfunktion und benötigen dafür typischerweise eine Energieversorgung.

Beispiele: Switch, Router, Access Point.

Passive Netzwerkkomponenten

Sie stellen vor allem Leitungswege, Anschlusspunkte oder strukturierte Verbindungen bereit, ohne selbst eine aktive Weiterleitungsentscheidung zu treffen.

Beispiele: Kabel, Anschlussdose, Patchfeld.

Diese Einteilung hilft, einen erfassten Bestand funktional zu strukturieren.

Die Netzwerkschnittstelle des Clients

Damit ein Client an einem Netzwerk teilnehmen kann, benötigt er eine passende Netzwerkschnittstelle.

Sie stellt die technische Verbindung zwischen dem Client und dem verwendeten Übertragungsweg her.

Je nach Arbeitsplatz kann dies beispielsweise eine verkabelte oder eine drahtlose Netzwerkschnittstelle sein.

LF3.3-Frage: Welche Art von Schnittstelle ist vorhanden?

Noch nicht LF3.3: Welche konkrete IP-Konfiguration erhält sie?

Switch: Verbindungen innerhalb eines lokalen Netzes

Ein Switch verbindet mehrere Netzteilnehmer beziehungsweise Netzwerksegmente innerhalb eines lokalen Netzwerkbereichs.

Er leitet Daten nicht einfach dauerhaft an alle Anschlüsse, sondern kann Verkehr gezielt zu passenden Verbindungen weitergeben.

Wie diese Weiterleitung mit Ethernet und MAC-Informationen zusammenhängt, wird erst in LF3.6 vertieft.

Für LF3.3 genügt: Der Switch ist eine zentrale aktive Komponente für die Verbindung mehrerer Teilnehmer im lokalen Netz.

Router: unterschiedliche Netze verbinden

Ein Router verbindet unterschiedliche logische Netze miteinander und ermöglicht die Weiterleitung von Daten zwischen diesen Netzen.

Damit erfüllt er eine andere Kernfunktion als ein Switch, auch wenn reale Geräte mehrere Funktionen in einem Gehäuse kombinieren können.

Wichtig: „Switch“ und „Router“ sind keine Synonyme.

Die dafür notwendigen IP-Grundlagen werden in LF3.7 und LF3.9 aufgebaut.

Access Point: drahtlosen Netzwerkzugang bereitstellen

Ein Access Point stellt kompatiblen drahtlosen Clients einen Netzwerkzugang über Funk bereit und bindet diesen Zugangsbereich an die übrige Netzwerkinfrastruktur an.

Er ist damit keine bloße „Antenne“, sondern eine aktive Netzwerkkomponente.

Ob ein konkreter Access Point für eine bestimmte Situation geeignet ist, kann erst anhand seiner Eigenschaften, Standards und Einsatzbedingungen beurteilt werden.

Diese Vertiefung folgt in LF3.4.

Patchfeld und Anschlussdose: passive Struktur schaffen

Ein Patchfeld bündelt und ordnet fest verlegte Leitungsverbindungen an einer zentralen Stelle.

Eine Netzwerkanschlussdose stellt am Nutzungsort einen definierten Anschlusspunkt bereit.

Beide Elemente leiten Daten nicht aufgrund eigener Kommunikationsentscheidungen weiter.

Typischer Denkfehler: Viele Anschlüsse bedeuten nicht automatisch, dass eine Komponente ein Switch ist.

Ein Gerät kann mehrere Funktionen kombinieren

In realen Infrastrukturen können mehrere Netzwerkfunktionen in einem einzigen Gerät kombiniert sein.

Ein Gerät kann beispielsweise gleichzeitig Funktionen für:

  • die Verbindung unterschiedlicher Netze,
  • mehrere lokale Netzwerkanschlüsse,
  • drahtlosen Netzwerkzugang

bereitstellen.

Deshalb: Nicht nur die Gehäusebezeichnung betrachten, sondern die tatsächlich vorhandenen Funktionen.

Übertragungsmedien: Der Weg zwischen den Komponenten

Netzwerkdaten benötigen einen Übertragungsweg.

Für die Client-Integration sind insbesondere drei Grundgruppen relevant:

  • Kupferleitungen,
  • Lichtwellenleiter,
  • Funk.

Die Medien unterscheiden sich unter anderem bei:

  • Signalart,
  • möglichen Einsatzentfernungen,
  • Störeinflüssen,
  • erreichbaren Übertragungsleistungen,
  • Installationsaufwand,
  • Mobilität.

Konkrete standardisierte Grenzwerte und Technologievarianten gehören in LF3.4.

Twisted-Pair-Kupferverkabelung

Bei einer typischen Kupferverkabelung werden Informationen als elektrische Signale übertragen.

Kupferleitungen werden häufig für die Verbindung von Arbeitsplätzen mit der lokalen Netzwerkinfrastruktur verwendet.

Für ihre Beurteilung sind beispielsweise relevant:

  • vorhandene Leitungs- und Anschlussstruktur,
  • technische Kategorie beziehungsweise Spezifikation,
  • Umgebung und mögliche elektromagnetische Einflüsse,
  • benötigte Übertragungsleistung,
  • zulässige Leitungslänge nach verwendetem Standard.

Die konkreten Kategorien, Standards und Grenzwerte werden erst in LF3.4 anhand technischer Dokumentation eingeordnet.

Lichtwellenleiter

Ein Lichtwellenleiter überträgt Informationen optisch.

Er eignet sich je nach technischer Ausführung unter anderem für leistungsfähige Verbindungen und größere Entfernungen.

Gegenüber elektrischen Übertragungsmedien ist er gegen elektromagnetische Störeinflüsse unempfindlich.

Für den praktischen Einsatz müssen jedoch passende Schnittstellen, Übertragungskomponenten, Steckverbindungen und die konkrete Fasertechnik zusammenpassen.

Auch hier folgen konkrete technische Standards erst in LF3.4.

Funk als Übertragungsmedium

Bei einer Funkverbindung benötigt der Client keine durchgehende Datenleitung bis zum Arbeitsplatz.

Das schafft Mobilität und kann flexible Nutzungssituationen unterstützen.

Die Übertragungsbedingungen werden jedoch unter anderem beeinflusst durch:

  • Entfernung,
  • bauliche Umgebung,
  • Hindernisse,
  • andere Funknutzungen,
  • Position der Infrastrukturkomponenten.
Deshalb falsch: „Funk ist immer besser, weil kein Kabel benötigt wird.“

Die Eignung hängt von der konkreten Anforderung und Umgebung ab.

Medien nicht pauschal bewerten

Medium Typische Stärke Zu prüfender Aspekt
Kupfer weit verbreitete Client-Anbindung und vergleichsweise direkte Arbeitsplatzverkabelung Spezifikation, Störeinflüsse, Leitungslänge
Lichtwellenleiter leistungsfähige optische Verbindung und Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störeinflüssen Faserart, Schnittstellen, Übertragungstechnik
Funk Mobilität und kabelloser Zugang zum Client Umgebung, Abdeckung, Störeinflüsse, betriebliche Vorgaben

Die Tabelle ist eine qualitative Einordnung. Sie ersetzt keine technische Prüfung konkreter Produkte oder Standards.

Was beschreibt eine Netzwerktopologie?

Eine Topologie beschreibt die grundlegende Struktur, in der Netzwerkkomponenten beziehungsweise Teilnehmer miteinander verbunden sind.

Sie beantwortet damit eine andere Frage als das Übertragungsmedium.

Beispiel: Eine Sternstruktur kann über Kupfer, Lichtwellenleiter oder – abhängig vom betrachteten Teil der Infrastruktur – andere technische Übertragungswege realisiert werden. Topologie und Medium sind deshalb nicht dasselbe.

Punkt-zu-Punkt-Verbindung

Bei einer Punkt-zu-Punkt-Verbindung besteht eine direkte Verbindung zwischen zwei Netzwerkpunkten.

Diese Struktur kann beispielsweise als einzelner Verbindungsabschnitt innerhalb einer größeren Infrastruktur auftreten.

Sie beschreibt zunächst nur die Verbindungsbeziehung, nicht automatisch das verwendete Medium oder Protokoll.

Sternstruktur

Bei einer Sternstruktur sind mehrere Teilnehmer jeweils mit einem zentralen Punkt verbunden.

In einem lokalen kabelgebundenen Netzwerk kann dieser zentrale aktive Punkt beispielsweise ein Switch sein.

Vorteil der Betrachtung: Die Verbindungen einzelner Teilnehmer lassen sich klar einem zentralen Punkt zuordnen.

Ob die konkrete Infrastruktur tatsächlich so aufgebaut ist, wird nicht vermutet, sondern aus dem Bestand beziehungsweise späteren Netzwerkplänen abgeleitet.

Erweiterter Stern und hierarchische Struktur

Größere Netzwerke bestehen häufig nicht aus nur einem zentralen Verbindungspunkt.

Mehrere sternförmige Bereiche können miteinander verbunden werden.

Dadurch entsteht eine erweiterte sternförmige beziehungsweise hierarchische Struktur.

Arbeitsplatz → lokaler Verbindungspunkt → übergeordnete Infrastruktur

Die genaue physische und logische Darstellung solcher Strukturen wird in LF3.5 vertieft.

Bus- und Ringstruktur fachlich erkennen

Neben Stern- und hierarchischen Strukturen existieren weitere Topologiekonzepte.

Bus

Mehrere Teilnehmer teilen sich eine gemeinsame lineare Verbindungsstruktur.

Ring

Teilnehmer beziehungsweise Netzpunkte sind in einer ringförmigen Folge miteinander verbunden.

Diese Konzepte sind wichtig, um Netzstrukturen fachlich unterscheiden zu können.

Sie bedeuten nicht, dass jeder moderne Arbeitsplatzanschluss als Bus oder Ring realisiert ist.

Physische Struktur und logische Kommunikation noch nicht vermischen

Ein Netzwerk kann auf der Ebene sichtbarer Verbindungen anders beschrieben werden als auf der Ebene logischer Kommunikationsbeziehungen.

LF3.3 führt deshalb zunächst nur die grundlegenden Topologiebegriffe ein.

LF3.5 vertieft später: physischer Netzwerkplan versus logischer Netzwerkplan

Das SemaTrain-Komponentenraster

Bestandselement Einordnung Grundfunktion Offene Frage
Client-Schnittstelle aktive Client-Komponente technischer Netzwerkzugang des Clients welche technischen Eigenschaften?
Switch aktive Infrastrukturkomponente Verbindung mehrerer Teilnehmer im lokalen Netz welche Anschlüsse und Leistungsmerkmale?
Router aktive Infrastrukturkomponente Verbindung unterschiedlicher Netze welche Netzbeziehungen sind relevant?
Access Point aktive Infrastrukturkomponente drahtloser Netzwerkzugang welche Funktechnik und Eigenschaften?
Patchfeld passive Infrastrukturkomponente strukturierte Zuordnung von Leitungsverbindungen welche Leitungen sind zugeordnet?
Kupferleitung Übertragungsmedium elektrische Signalübertragung welche Spezifikation?
Lichtwellenleiter Übertragungsmedium optische Signalübertragung welche Faser- und Schnittstellentechnik?

Das Raster und alle Zuordnungen im K-27-Lernfall wurden eigenständig für SemaTrain erstellt.

K-27: Den erfassten Bestand fachlich ergänzen

Aus LF3.2 liegen für den fiktiven Standort unter anderem folgende Feststellungen vor:

  • verkabelte Anschlussmöglichkeiten an Arbeitsplätzen,
  • ein zentraler Technikbereich,
  • mehrere beschriftete Netzwerkgeräte,
  • vorhandene Leitungsverbindungen,
  • ein dokumentierter drahtloser Zugang.

LF3.3 ergänzt jetzt nicht sofort konkrete Produktdaten, sondern zunächst Funktionsklassen:

Feststellung mögliche fachliche Kategorie Status
verkabelter Arbeitsplatzanschluss passive Anschlussstruktur / Übertragungsweg grundsätzlich eingeordnet
zentrales Gerät mit mehreren lokalen Verbindungen aktive Vermittlungskomponente genaue Eigenschaften noch zu prüfen
drahtloser Netzwerkzugang Funkzugang über aktive Infrastruktur Technik und Standard noch ungeklärt
zentrale Leitungszuordnung passive Verkabelungsstruktur genaue Zuordnung noch zu prüfen

Die konkreten technischen Daten werden erst durch Dokumente, Kennzeichnungen und Standards in LF3.4 belastbar bestimmt.

Funktion zuerst – Produktdetails später

Für die Analyse ist zunächst entscheidend:

Welche Rolle spielt das Element im Netzwerk?

Erst danach folgen Fragen wie:

  • Welche genaue technische Variante liegt vor?
  • Welche Übertragungsleistung wird unterstützt?
  • Welche Schnittstellen sind vorhanden?
  • Welcher Standard gilt?
  • Welche Reichweiten oder Grenzwerte sind relevant?

Diese zweite Ebene gehört bewusst in LF3.4.

Noch keine exakten Netzwerkstandards

LF3.3 verwendet Begriffe wie Ethernet, Kupfer, Lichtwellenleiter oder Funk, ohne bereits eine vollständige Standardkunde durchzuführen.

Konkrete Standardbezeichnungen, technische Grenzwerte, Datenblätter und fremdsprachliche Fachinformationen werden in LF3.4 – Technische Dokumente und Netzwerkstandards auswerten systematisch bearbeitet.

Noch keine Ethernet-/MAC-Vertiefung

Für LF3.3 genügt die Erkenntnis, dass ein Switch Verkehr innerhalb eines lokalen Netzes gezielt weiterleiten kann.

Wie Ethernet-Kommunikation funktioniert, welche Rolle MAC-Adressen spielen und wie ein Switch Weiterleitungsentscheidungen trifft, wird erst in LF3.6 vertieft.

Noch keine IP-Adressierung

Router verbinden unterschiedliche logische Netze.

Die dafür erforderlichen IP-Grundlagen sind jedoch noch nicht Gegenstand dieser Lektion.

IPv4 und IPv6 folgen in LF3.7. Die IPv4-Subnetzplanung folgt in LF3.8. Client-Netzparameter, Gateway, DNS und DHCP folgen in LF3.9.

Typischer Denkfehler

„Das Gerät hat viele Netzwerkanschlüsse. Also ist es automatisch ein Switch.“

Nein.

Die Anzahl sichtbarer Anschlüsse allein beweist noch keine konkrete Gerätefunktion.

Für eine fachliche Einordnung werden Funktion, Einbindung, Kennzeichnung und später technische Dokumentation zusammen betrachtet.

Nicht vom Aussehen auf die Funktion schließen.

Praxisfall: Komponenten im K-27-Bestand einordnen

Bei der fiktiven Bestandsaufnahme wurden folgende Elemente dokumentiert:

  • zwölf Arbeitsplatzrechner mit verkabelbarer Netzwerkschnittstelle,
  • Arbeitsplatzanschlussdosen,
  • fest verlegte Kupferleitungen,
  • ein Patchfeld im Technikbereich,
  • ein aktives Gerät mit mehreren lokalen Netzwerkanschlüssen,
  • ein aktives Gerät zur Verbindung verschiedener Netzbereiche,
  • ein Gerät für drahtlosen Netzwerkzugang,
  • eine optische Verbindung zwischen zwei Infrastrukturbereichen.

Ihre Aufgabe:

  1. Ordnen Sie jedes Element als aktiv, passiv oder Übertragungsmedium ein.
  2. Beschreiben Sie die jeweilige Grundfunktion.
  3. Kennzeichnen Sie, welche Elemente direkt für den Clientzugang relevant sind.
  4. Leiten Sie eine mögliche grundlegende Topologiestruktur ab, ohne nicht belegte Details zu erfinden.
  5. Formulieren Sie zu jedem aktiven Gerät mindestens eine offene Frage, die in LF3.4 mit technischen Dokumenten geklärt werden soll.

TRANSFER

Transfer: Dasselbe Ziel mit unterschiedlichen Medien

Zwei fiktive Gebäudebereiche müssen miteinander verbunden werden.

Als mögliche Übertragungswege stehen grundsätzlich Kupfer, Lichtwellenleiter oder Funk zur Diskussion.

Vergleichen Sie diese Möglichkeiten zunächst nur qualitativ anhand von:

  • Signalart,
  • Entfernung,
  • Störanfälligkeit,
  • Mobilität,
  • Installationsumgebung.

Treffen Sie noch keine endgültige Auswahl. Dafür fehlen noch konkrete Anforderungen, technische Daten und Standards.

Selbsttest

Selbsttest: Netzwerkkomponenten, Medien und Topologien einordnen

Prüfen Sie, ob Sie typische Netzwerkkomponenten nach ihrer Funktion unterscheiden, Übertragungsmedien einordnen und grundlegende Netzstrukturen erkennen können.

Alle Fragen und Antwortmöglichkeiten dieses Selbsttests wurden für SemaTrain eigenständig entwickelt.

1 Welche Aussage beschreibt den Unterschied zwischen aktiven und passiven Netzwerkkomponenten am besten?

Einfachauswahl – genau eine Antwort ist richtig.

2 Welche Aussagen beschreiben typische Funktionen von Netzwerkkomponenten korrekt?

Mehrfachauswahl – eine oder mehrere Antworten können richtig sein.

3 Welche Kernfunktion hat ein Router in einer Netzwerkinfrastruktur?

Einfachauswahl – genau eine Antwort ist richtig.

4 Welche Aussagen zu Übertragungsmedien sind fachlich sinnvoll?

Mehrfachauswahl – eine oder mehrere Antworten können richtig sein.

5 Bei welcher grundlegenden Topologie sind mehrere Endgeräte jeweils mit einem zentralen Verbindungspunkt verbunden?

Einfachauswahl – genau eine Antwort ist richtig.

6 Welche Komponente ist typischerweise passiv?

Einfachauswahl – genau eine Antwort ist richtig.

7 Welche Aussagen helfen bei der fachlichen Einordnung eines vorgefundenen Netzwerkgeräts?

Mehrfachauswahl – eine oder mehrere Antworten können richtig sein.

8 Welches Arbeitsergebnis sollte LF3.3 an LF3.4 übergeben?

Einfachauswahl – genau eine Antwort ist richtig.

PRAXISAUFGABE

Praktische Lernaufgabe

Selbsttraining – keine Abgabe erforderlich.
Ihre Bearbeitung wird von SemaTrain derzeit weder hochgeladen noch an einen Trainer übermittelt.

Entwerfen Sie eine vollständig fiktive kleine Netzwerkinfrastruktur mit sechs Clients.

Dokumentieren Sie:

  1. mindestens vier unterschiedliche Netzwerkkomponententypen,
  2. für jede Komponente ihre Grundfunktion,
  3. die Einteilung in aktiv oder passiv,
  4. mindestens zwei unterschiedliche Übertragungsmedien,
  5. die grundlegende Topologiestruktur,
  6. mindestens fünf offene technische Fragen für LF3.4,
  7. mindestens zwei Punkte, die erst in LF3.5 anhand von Netzwerkplänen geklärt werden sollen.

Verwenden Sie noch keine konkreten IP-Adressen, berechnen Sie keine Subnetze, führen Sie keine Switch- oder Routerkonfiguration durch und wählen Sie noch keine realen Produkte aus.

SELBSTKONTROLLE

Selbstkontrolle

  • Unterscheide ich aktive und passive Komponenten?
  • Kann ich Netzwerkschnittstelle, Switch, Router, Access Point und Patchfeld funktional unterscheiden?
  • Trenne ich Komponente, Medium und Topologie?
  • Kann ich Kupfer, Lichtwellenleiter und Funk qualitativ unterscheiden?
  • Erkenne ich Stern-, Punkt-zu-Punkt- und hierarchische Strukturen?
  • Vermeide ich eine Produktauswahl allein nach Gerätebezeichnung oder Aussehen?
  • Habe ich exakte Standards und Grenzwerte für LF3.4 offengelassen?
  • Habe ich physische und logische Netzwerkpläne für LF3.5 offengelassen?
  • Habe ich Ethernet und MAC im Detail für LF3.6 offengelassen?
  • Habe ich IP-Adressierung und Subnetting für LF3.7 und LF3.8 offengelassen?

REFLEXION

Reflexion

Können Sie jetzt erklären:

  • warum ein Switch, ein Kabel und eine Sternstruktur unterschiedliche Ebenen eines Netzwerks beschreiben,
  • warum ein Router nicht dasselbe wie ein Switch ist,
  • warum ein Patchfeld keine aktive Weiterleitungsfunktion besitzt,
  • warum kein Übertragungsmedium pauschal immer die beste Lösung ist,
  • warum ein Gerät mehrere Netzwerkfunktionen kombinieren kann,
  • welches Arbeitsergebnis LF3.3 an LF3.4 übergibt?

Quellen & Einordnung

Curriculum-Grundlage:
KMK-Rahmenlehrplan für Fachinformatikerinnen und Fachinformatiker, Lernfeld 3.

KMK-Rahmenlehrplan öffnen

Curriculare Einordnung:
Lernfeld 3 verlangt, sich über Strukturen und Komponenten des Netzwerkes zu informieren und deren Eigenschaften und Standards zu erfassen. LF3.3 ordnet zunächst die Grundfunktionen der Komponenten, Medien und Topologien ein.

Methodische Einordnung:
Komponentenraster, Vergleichstabellen, Netzwerkbeispiele, Praxisfälle, MC-Fragen, Antwortoptionen und Lösungen wurden eigenständig für SemaTrain entwickelt.

Für diese Lernetappe ist keine zusätzliche Rechtsquelle erforderlich.

Curriculare Abgrenzung:
Konkrete technische Dokumente, Standardbezeichnungen und Leistungswerte folgen in LF3.4. Physische und logische Netzwerkpläne folgen in LF3.5. Ethernet- und MAC-Kommunikation wird in LF3.6 vertieft.

Nächster Lernschritt

Die im Bestand erkannten Netzwerkkomponenten, Übertragungsmedien und grundlegenden Strukturen sind nun funktional eingeordnet.

Als Nächstes werden technische Dokumente ausgewertet, um Eigenschaften, Schnittstellen und Standards belastbar zu bestimmen.

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